persoenliches...
Heute geht dem Goldfisch und mir ja wirklich einiges gewaltig auf den Arsch.

Ich hab vor kurzem eine Email bekommen, in dem mir jemand mitteilt, dass sie Ihr Dasein nicht mehr erträgt und sich das Leben nehmen wird.
Das Email ist sehr persönlich, in den 1190 Wörtern steht viel, dass ich verstehen kann, in den 6019 Buchstaben sitzt viel, dass mich verstört.
Ich kenne sie nicht persönlich, ich weiß aber, dass sie früher mein Weblog gelesen hat.
Was soll man tun?
Das Mail habe ich Tage zu spät gelesen, in einer Befindlichkeit, in der ich wahrscheinlich nicht einmal jemand den ich gut kenne, halbwegs richtig antworten hätte können. Ich hab bis jetzt nicht zurück geschrieben.
Ich war überfordert, ich hatte das Gefühl erpresst zu werden, ich wusste nicht was ich zurückschreiben kann, dass dem Menschen der so etwas schreibt nur im geringsten gerecht werden könnte, ich wollte nichts falsch machen, auf eine Art hab ich einen intellektuellen und emotionalen Eskapismus hingelegt, der mir selber zu schaffen macht…
Das Selbe gilt noch immer.
Ich antworte dir so, hoffe dass du das liest und wünsche Dir dass sich das Ganze für Dich geändert hat.
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In letzter Zeit dürfte ich meine Comfort-Zone um einiges überschritten haben, bzw. der Stress bläst mir mein Gehirn weg.
Anzeichen dafür sind:
Vor kurzem schaute ich kurz bei mir zuhause vorbei, dort gleich ein Anruf, treffen wir uns im Stadtheurigen. Kein Problem. Gleich wieder runter und auf die Strasse hinaus. Dort nach einigen Minuten, komisch, das Gehen fühlte sich so eigenartig an.
Ich hatte meine Hausschlappen an, zwei verschiedene auch noch. Links ein blauer, rechts ein schwarzer Schlappen.
Gestern dusche ich mich am Abend. Ich seife mich ein, höre Musik, plaudere...
Dann im Bett, ein komisches Gefühl, leichtes Brennen auf der Haut, die Haut fühlte sich seltsam an.
Ich hatte auf das Abduschen vergessen.

Ich leide seit Tagen unter enormen Zahnschmerzen. Seit Tagen explodiert mein Kopf, die gesamte linke Seite meines Kopfes pocht, mein Ich reduziert auf einen pochenden schmerzenden Schädel.
Seit Samstag besitze ich dank C. ein Wundermittel namens Dedolor. Eine kleine rosa Pille genügt um einen ganzen Tag schmerzfrei durch den Tag zu laufen. Zwar ein wenig ferngesteuert und benommen, aber ohne Schmerzen.
Am Montag hatte ich dann endlich den Termin beim Zahnarzt. Dort konnte ich aufgrund vollkommener Schmerzunempfindlichkeit meinen Zahnschmerz nicht mehr lokalisieren.
Aufgrund der Röntgenfotos und meiner Zahnkranken-Akte wurden eine Wurzel links unten entfernt.
Wunderbar.
Nächsten Tag bin ich draufgekommen, dass ein Zahn links oben extrem schmerzt.
Heute gehe ich wieder zum Zahnarzt.
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Jedes Mal das Gleiche. Solange ich mich erinnern kann, bin ich nach einem Besuch beim Frisör extrem schlecht aufgelegt, deprimiert und grantig. Zu dem bin ich danach jedes Mal betrunken, da ich nach dem Frisör sinnlos dieses Unwohlsein mit Alkohol bekämpfe.
Liegt wohl daran, dass ich es nicht aushalte, mich für längere Zeit im Spiegel betrachten zu müssen.
Wenigstens schmerzen mein Nacken und meine Gesichtsmuskeln nicht mehr nach dem Haarschneiden. Ich bin endlich draufgekommen, dass der Frisör nicht ununterbrochen nach einer Bestätigung meiner Zufriedenheit hinsichtlich des Haarschneidefortschrittes verlangt, sondern einfach den Blick in den Spiegel zur geometrischen und was auch immer Kontrolle seines Tun nützt.
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Gestern im Filmkasino "About Schmidt" gesehen. Jack Nicholson presste mein Herz zusammen und riss es mir dann Richtung Leinwand aus dem Körper.
Danach zum Japaner und dort bei einem Spritzer auf das Essen zum Mitnehmen gewartet. Da wir den Urlaub endlich koordinieren wollten, Anruf bei S..
S. ziemlich fertig, da schon Krieg!
Das Herz schoss wie an einer Gummischnur zurück in den Körper und hinunter in den Magen. Dass Essen schmeckte dann zu den Bildern der Kriegsberichterstattung auch nicht mehr so wirklich.
Heute zwar kein Weltschmerz, dafür Weltkopfweh, ich könnte sofort einschlafen und gleichzeitig hab ich Aggressionen dass ich durch die Wand rennen könnte.
Die Welt dreht sich weiter, die ersten Menschen sind schon längst umgekommen.
Der Urlaub ist ausgemacht worden. Den Flug hab ich heute gebucht.

Gestern der negative Höhepunkt des Wochenendes. War die ganze Zeit so depressiv und grantig. Nach einem Stehcafe am Westbahnhof vor lauter Frust zu meiner schönen Eisenbahnbrücke geschlendert um mich dort meinem Unmut zu überlassen.
Das Ganze hatte dann so ein emotionales Gemisch, dass zwischen Bachmann und Nordengland lag. Bachmannesk war mein Zustand, sehr trist englisch war der Ausblick auf die Schienenstränge und die Gebäude.
Dann von C. aus meiner Niedergeschmettertheit herausgerissen worden. Ich sollte mich am Westbahnhof mit ihm treffen, um das Schwesterl vom Zug abzuholen. Dann zu ihr nach Hause. Mein Zustand besserte sich leicht.
Dann Anruf von W.. Zum Heurigen wo eine illustre Runde über Urlaub in islamischen Ländern während des zukünftigen möglichen Krieges diskutierte und ein Maler seine Erfahrungen in Kolumbien zum Besten gab. Mir erschien der geschilderte Urlaub in Kolumbien gefährlicher als ein Urlaub im Anti-USA-Stimmungs-Marokko.
Meine Stimmung verbesserte sich.
Danach, als Einstimmung für die Friedensdemo, zu einer Bekannten. Sie designt gerade Taschen. Volle Begeisterung, meine Stimmung verbesserte sich. Als dann nach eineinhalb Stunden die Innentaschen und Fächer, die Materialien, die Farben, die Funktionalitäten und alles mögliche fixiert war, fühlte ich mich, als wenn ich von einem Ausflug vom Mond zurückkehrt wäre. Die Friedensdemo war dann leider schon vorbei.
Ich freu mich schon so auf die Tasche und bin gespannt wie auf einen Kindergeburtstag. Wie wird die Tasche in Echt aussehen?
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Hab heute beim Warten auf die Bim ein Giftler-Paar beobachtet.
Er wirkte ziemlich aggressiv, beinahe brutal.
Sie hat erschreckend glücklich ausgesehen, hat voller Genuss an der geteilten Zigarette angezogen und hat das Bier aus der Dose getrunken, als ob es ein frisch gezapftes Seiterl in der Brauerei wäre.
Außerdem hat sie eine kleine lila Stoff-Milka-Kuh wie ein Baby in der Achsel geklemmt gehalten und hat ununterbrochen die Kuh gestreichelt und die kleinen Hörner geküsst.
"Girlfriend in a Coma" macht mich derzeit extrem fertig.
"Die Menschen sind ausgelaugt und wütend, geldgierig und der Zukunft gegenüber bestenfalls gleichgültig."
Sind wir so, werden wir so?
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Gestern und heute, arbeitender weise, war ein Graus. Nur Stress, keine Zeit für nichts und über den Tag hinweg ein steigender Grant der am Schluss in ärgsten Hass und brustabschnürende Verachtung auf die ganze Welt umgeschlagen ist.
Gestern war noch meine geistige Rettungskapsel: sofort das Büro zu verlassen, alles Geld flüssig machen und rein in einen Flieger und ab nach Indien. Wenn ich an irgendeiner Krankheit draufgehen würde, wunderbar, dann hätte ich es hinter mir!
Heute wäre das gar nicht mehr gegangen. Ich hätte schon beim Check-in in Wien irgendeiner doofen Bodenpersonalsfrau das Ohr abgebissen und wäre von einem Spezial-Airport-Sicherheitspolizisten so nebenbei erschossen worden.
Nicht einmal mein Blut und meine Gedärme würden irgendeinen Teppich verdrecken und meinen Hass auf diese Weise für kurze oder längere Zeit nach Ganz-Aussen tragen, sie würden meinen Dreck ganz easy wegputzen und meinen letzten Abdruck airport-industrie-mäßig verglänzen.
So schaut es bei mir derzeitig inwendig aus.
Einer der wenigen Lichtblicke war der Vorspann des Films über Frank Abagnale Jr..
Zum verlieren, wenn es leider auch nur kurze Zeit dauert.
Sein Leben finde ich auch extrem interessant, direkt ein Howard Marks Begeisterungsanfall durchzog mich, auch wenn er jetzt angeblich ein ziemlicher Fundi geworden ist und sich für Law, Order und Monogamie stark macht.
What's wrong, What's right
Y'know people don't care when they hate their life
Violent Femmes
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Gestern um sieben von den Eltern geflüchtet und dann zu einem Brunch Nähe Prater nachgefahren. Alle schon höchst betoniert, seit zwei Uhr Sekt getrunken und so weiter.
War dann ein wenig anstrengend für mich und L. war schon eher nach Bett als dort weitere Stunden abzuhängen.
Dann mit dem Taxi ins L-Haus und dort, welch ein Glück, auf die Idee gekommen, den letzten Haufen Schnee in ganz Wien in die Tiefkühltruhe zu geben.
Den kann man dann im Sommer für alles mögliche verwenden.
Genial!
Am Schluß noch großes Abenteuer mit der Katze. Stundenlanger Versuch die Katze wieder ins Haus zu locken.
Mit Sternen!
